Alles an Bord!

Man hörte schon fast das Nebelhorn dröhnen, als sich am 18. November die Jugendlichen des Jugendkreises Hope mit zahlreichen Freunden in der Gemeinde trafen. Kapitänsmützen, Stewardhemden und elegante Kleider versprühten täuschend echt den Charme eines Kreuzfahrtschiffes aus dem Jahre 1914. Doch dann passierte es: ein Mord. Mitten unter ihnen. Und keiner wusste, was und vor allem wie es passiert ist.

Drei Stunden lang ermittelten die Jugendlichen äußerst professionell, wer von ihnen der skrupellose Mörder sein könnte. Doch natürlich waren weder der Mord noch das Schiff so echt wie es schien: Es handelte sich um ein seit Wochen geplantes Rollenspiel, ein Krimidinner.

Jeder Teilnehmer spielte eine Rolle mit persönlichen Zielen, Geheimnissen und Intrigen. Der Ausgang des Spiels war so vielseitig wie die Kreativität der Jugendlichen. Jede Aktion geschah nach eigenem Ermessen, die Gespräche waren improvisiert, die Handlungen (zu denen ab und an auch ein weiterer Mord gehörte…) spontan und aus der Rolle heraus. Das absolut überzeugende Schauspiel war nicht nur filmreif, die jungen Mitspieler waren auch, wie bereits erwähnt, sehr passend gekleidet. Nebenbei gab es noch ein Buffet, was dem eines echten Luxusschiffes echt Konkurrenz machte.

So war der Abend erfüllt von Geheimnissen, Intrigen und allerlei Verbrechen, während die ausgesprochen wenigen aufrichtigen Leute an Bord nicht nur akribisch versuchten, diese Verbrechen aufzudecken, sondern dabei auch noch um ihr Leben fürchteten.

Es wäre schön zu sagen, dass sich der wahre Täter seinem wohlverdienten Schicksal stellen musste, doch leider kam es nicht soweit. Nach drei Stunden und mehr als einem halben Dutzend Todesfällen endete schließlich das Spiel. Schmuggel und Verschwörung wurden aufgedeckt, lediglich zur Ergreifung des Mörders fehlte noch ein letztes Detail.

Doch was letztendlich zählte, war der Spaß. Und davon hatten die Mitspieler dieses Krimidinners wirklich außerordentlich viel.